Happy Birthday zum 25. !

C_logo

Wer denkt nicht beim Namen Commodore wehmütig zurück an den vierkanaligen 8 Bit Sound und an die sagenhafte Auflösung von 320×256 Pixeln bei 4096 Farben in einer Zeit bei der man man an MSDOS Rechnern nur den PCPiepser und den Bernsteinmonitor kannte?
Diese Daten ermöglichten damals Spiele von bisher noch nie dagewesener Unterhaltungsqualität die bei vielen nur noch ungläubiges Staunen hervor rief und den Wunsch:
Muss ich haben!

VC20Begonnen hat es bei mir damals Mitte der 80er Jahre mit dem VC20 Datasette eines Kumpels an dem wir unsere ersten zaghaften “Gehversuche” an diesem neuen Medium machten.
Dank der Oma dieses Kumpels die in den Westen reisen konnte wurde dieser VC20 bald durch einen C64/1541/Diskettenbox mit zig Disketten ersetzt.
C64IIUngezählt sind die Nächte die wir uns um die Ohren geschlagen haben bei Spielen wie Eagle Nest/Uridium/Maniac Mansion/……..
Irgendwann wurde der Wunsch nach einem eigenen Rechner laut. Gesagt getan das dafür benötigte Geld (1000DM) wurde 1 zu 8 getauscht (8000M!! Autsch) und ab mit dem Trabbi nach Berlin in den Intershop am Schiffbauer Damm . C128DDamals leider, später glücklicherweise, gab es gerade an dem Tag keinen C64 in dem Laden, aber ein C128D im Blechkleid(Bild unten) stand im Schaufenster.
Gesagt getan das Geld reichte genau für diesen Rechner und irgend so ein  Schachspiel an dessen Namen ich mich heute nicht mehr erinnern kann.
800px-Junost_von_vornDa ich den Fernseher nicht auf Dauer belegen konnte wurde kurzerhand nach einer Anleitung im Funkamateur(IMHO) ein Junost(Bild links) umgebaut mit dem man den 80 Zeichen Modus des 128er nutzen konnte.
Sogar Markt&Technik Bücher konnte man in der DDR als Schwarzweiß Kopien zu Preisen jenseits von Gut und Böse von Privat kaufen. Ellenlange Tiporgien mit dem Checksummer waren keine Seltenheit denn an die Heftdisketten der 64er/128er war absolut kein rankommen.
amiga500Gleich nach der Wende musste mein treuer alter Commodore C128D aber meinem ersten AMIGA,  einem AMIGA 500 weichen(es sollten später noch Einige, inkl. CDTV folgen.
War das ein “Kulturschock” 😉 vorallem die Spiele und die unglaubliche Demo Szene brachte Sachen hervor die einem die Kinnlade herunterklappen ließ.
Stellvertretend dafür
Red Sector – Megademo Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4
Turrican II
Psygnosis – Shadow of the Beast I & II & III
Cannon Fodder

Das der AMIGA aber viel mehr als das war wissen bis heute die Wenigsten, denn es gab Software die fast alle Anwendungsgebiete abdeckte in Hülle und Fülle. Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Raytracer, Grafikprogramme, Programme zur Nachbearbeitung von Videos inkl. der benötigten Hardware, Sampler, Programme zur DFÜ, Tracker , etc.pp. die Liste ließe sich beliebig lange fortführen. Unvergessen im Zusammenhang mit Software war auch die starke Public Domain Community die Disketten Serien wie die Fish PD oder später die AMINET CD’s hervorbrachte. Auch die Hardware der “professionelleren” Modelle A1000/2000/3000/4000, die Power pur boten, und deren Erweiterbarkeit durch Zorro Slots machten die AMIGA’s damals zu den Universalmaschinen schlechthin.
a3000dDeswegen wurde Mitte der 90er der 500er bei HD Computer in Berlin gegen einen 3000er “getauscht”.
Mein erster zaghafter Kontakt mit einer Mailbox (die Lusatia in Bautzen) erst mit 14,4 dann 28,8er Modem letztendlich mit ISDN gehören noch heute zu den unvergesslichen Augenblicken die mich mit dem AMIGA verbinden. Internet gab es noch nicht für alle und News wurden in Newsgroups offline mit Z-Point etc. gelesen. Durch den integrierten Flickerfixer konnten Standard VGA Monitore angeschlossen werden, bzw. GFX Karten eingebaut werden die dann Auflösungen jenseits von gut und böse ermöglichten (800×600 IMHO). Die erste Grafikkarte, eine Merlin die bis zum Schluß wegen verschiedenster Treiberprobleme nicht richtig funktioneren wollte ermöglichte durch Ihre 24 Bit Bildschirmauflösungen schon damals ein fast professionelles Arbeiten mit Grafikprogrammen

Unvergessen auch die AMIGA Messen in Köln und später in Berlin wo sich die Szene aus ganz Deutschland traf und dafür (so wie wir) hunderte Kilometer lange Reisen in Kauf namen.
Und trotz (oder gerade wegen) der vielen, vielen Guru Meditation die er mir im Laufe seines Lebens beschert hat, habe ich meinen AMIGA3000, der mir über viele Jahre gute Dienste geleistet hat, aufgehoben.

Man kann ja nie wissen …

Hier mal zum Nachlesen noch ein paar, teils nostalgische, Links:
Amiga Future
Wikipedia – AMIGA
Amiga History – Amiga 600 und Amiga 1200
Geschichten um die Geschichte des Amiga
Rainer Benda – Der Untergang aus meiner Sicht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.